Was bedeutet KYC?
KYC steht für Know Your Customer. Der Begriff umfasst Verfahren, mit denen Organisationen die Identität ihrer Kunden und Geschäftspartner prüfen, Risiken bewerten und gesetzliche Sorgfaltspflichten erfüllen.

Bei natürlichen Personen werden beispielsweise Ausweisdokumente und Adressdaten geprüft. Bei juristischen Personen müssen zusätzlich der offizielle Name, die Rechtsform, Registerdaten, Vertretungsberechtigte und je nach Risikoprofil Eigentums- oder Kontrollverhältnisse nachvollzogen werden.
Wie unterstützt der LEI die Prüfung juristischer Personen?
Eine LEI-Nummer bietet eine weltweit eindeutige Referenz auf einen Datensatz im globalen LEI-Index. Dieser Datensatz kann unter anderem enthalten:
- den offiziellen Namen und frühere Namen,
- Rechtsform, Rechtsraum und Registerkennung,
- eingetragene Anschrift und Hauptsitz,
- Registrierungsstatus und Datum der letzten Aktualisierung,
- die verwaltende LEI-Vergabestelle,
- gemeldete Beziehungen zu direkten und obersten Muttergesellschaften oder eine Meldeausnahme.
Dadurch lässt sich ein Geschäftspartner zuverlässiger mit Daten aus Registern, Verträgen und internen Systemen abgleichen. Der LEI reduziert insbesondere Probleme durch ähnliche Firmennamen, unterschiedliche Schreibweisen und grenzüberschreitende Register.
Einzelne LEI-Datensätze können Sie in unserer LEI-Suche oder direkt im globalen LEI-Index prüfen.
Ein möglicher KYC-Ablauf mit LEI
- Erfassen Sie die LEI-Nummer des Geschäftspartners.
- Prüfen Sie Format und Status mit dem LEI-Validator.
- Vergleichen Sie Name, Rechtsform, Anschrift und Registerkennung mit den eingereichten Unterlagen.
- Prüfen Sie das Datum der letzten Aktualisierung und beachten Sie einen Status wie LAPSED.
- Ziehen Sie verfügbare Beziehungsdaten in die Eigentums- und Risikoprüfung ein.
- Ergänzen Sie die Prüfung um die für Ihren Prozess erforderlichen Register-, Sanktions-, PEP- und wirtschaftlich Berechtigten-Daten.
Was der LEI nicht ersetzt
Der LEI ist ein Identifikator, kein vollständiges KYC-Ergebnis. Er bestätigt weder Bonität noch Sanktionsfreiheit oder wirtschaftliche Berechtigung. Nicht alle Eigentums- und Kontrollbeziehungen sind im globalen LEI-Index verfügbar, und bei überfälliger Verlängerung können Referenzdaten veraltet sein.
Der größte Nutzen entsteht deshalb, wenn der LEI als stabiler Schlüssel in einen umfassenderen KYC- und Risikoprozess eingebunden wird.
Mehr über Datenfelder und Status erfahren Sie auf der Seite zur LEI-Datenbank.